Stop

Treibhausgasemissionen stoppen!

Das A und O für die Begrenzung der Erderwärumung ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre.

Sie müssen runter auf Null, deshalb: "STOP".

Am wichtigsten ist die Kombination aus Energieeinsparung und dem Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien.

Remove

CO2 aus der Atmosphäre entfernen.

Weil die Kohlenstoffemissionen aus technisch-ökonomischen Gründen nicht so schnell heruntergefahren werden können wie das nötig wäre, gilt die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre inzwischen als ein unentbehrlicher zusätzlicher Beitrag: REMOVE. Dafür gibt es verschiedene natürliche und technische Methoden.

Für großindustrielle Anlagen könnte das Auffangen und Speichern von CO2 eine sinnvolle Übergangslösung sein (CCS = Carbon Capture and Storage). Es hat sich bisher aber aus z.T. ideologischern Gründen nicht durchgesetzt.


Das "Badewannenmodell" veranschaulicht den Zusammenhang: Wenn die Wanne zu voll wird, muss man den Wasserhahn zudrehen. Wenn der Hahn aber nur gedrosselt werden kann, muss man gleichzeitig den Stöpsel ziehen und Wasser ablassen.



STOP hat erste Priorität (brauner Bereich in der Darstellung: Senkung der "positiven Emissionen").

Emissionen durch REMOVE zu kompensieren (grüner Bereich in der Darstellung: "negative Emissionen") ist zwar sehr wichtig, wird aber erst in ca. 10 bis 20 Jahren eine maßgebliche Bedeutung erlangen. Das muss aber bereits heute mit aller Kraft angeschoben werden.

Sprachliche Feinheiten: Die Begriffe "positive" und "negative" Emissionen sind hier natürlich nicht im Sinne von "gut" und "schlecht" zu verstehen sondern mathematisch. "Positiv" bedeutet, dass die Emissionen zunehmen, "negativ" bedeutet, dass die Emissionen weniger werden.

 

Eine Art "Brücke" ist der indirekte Ausgleich von Emissionen durch den Kauf von Zertifikaten.

Positiv: Heute nicht vermeidbare Emissionen werden "bezahlt", das Geld fließt (teilweise) in STOP oder REMOVE Maßnahmen.
Negativ: Klimaschutz wird verschleppt, weil der Druck, Emissionen gar nicht erst zu produzieren, nur sehr langsam steigt und weil es viele Ausnahmen gibt.


Aus physikalischen Gründen gilt somit:

Priorität 1:  STOP

Priorität 2: REMOVE

Priorität 3: ausgleichen.

Die rote und die grüne Kurve auf schwarzem Hintergrund zeigen STOP und REMOVE auf einer Zeitachse bis 2050 (Gigatonnen CO2 pro Jahr). Zusammen würden die kumulierten Maßnahmen dazu beitragen, dass wir bis 2050 "netto null" erreichen.


Bearbeitete Grafik auf der Grundlage von von Jonathan Foley © 2021, siehe Project Drawdown.

In Punkto "REMOVE" sehr bekannt und beliebt ist "Bäume pflanzen". Wie sinnvoll das ist, darüber informiert leicht verständlichen folgender die Folge 93 von Quarks Daily Spezial:

Bäume pflanzen – retten wir so das Klima? Bäume pflanzen ist angesagt. Überall wird für Aufforstung geworben. Aber lösen wir so das Klimaproblem? Wir klären, wann Bäume pflanzen sinnvoll ist.



Wie erfolgreich wir wirklich sind, kann man messen!


Seit dem Pariser Klimagipfel haben die öffentlichen Diskussionen um den Klimawandel stark zugenommen. Am Anstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre, erkennbar an der Keeling-Kurve, hat das bisher nichts geändert.

Flatten the Curve


Die kombinierte Reduktion von Treibhausgasemissionen (STOP) und die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre (REMOVE) muss einen Wert erreichen, der zusammen mit den natürlichen Prozessen des Kohlenstoffkreislaufs dafür sorgt, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht weiter ansteigt.

Die nebenstehende Abbildung stammt aus einem Beitrag , der im Januar 2022 in Carbon Brief veröffentlicht wurde. Sie zeigt, wie sich die Keeling Kurve realistischerweise entwickeln müsste, wenn das Pariser 1,5 Grad Ziel eingehalten werden soll.

 zum vergrößern: anklicken.                                                    Quelle: Carbon Brief